Montag, 21. Januar 2008

Geschichte Online

„Geschichte Online“ ist der Titel eines primären Lernobjektes, das es sich zum Ziel gemacht hat, Geschichtsstudierende deutschsprachiger Universitäten zu unterstützen und in wichtige Arbeitstechniken des Geschichtsstudiums einzuführen.
Dies wird mit Hilfe von vier Modulen bewerkstelligt.

Das erste Modul lautet „Wissenschaftliches Arbeiten“ und behandelt wie der Titel schon sagt, alle möglichen Bereiche zum Wissenschaftlichen Arbeiten. Hier lernt man alles, was dazu nötig ist, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben.
Es gibt Bereiche zur Themenfindung, Fragestellung und Thesenbildung, genauso wie zum richtigen Lesen und Dokumentieren. Für den Schreibprozess selbst gibt es unter anderem Übungen zu Zitaten und Anmerkungen.
Es folgt ein Bereich für mündliche Präsentationen, wo es sowohl Informationen zur Gestaltung des Vortrags, wie auch nützliche Tipps für eine gelungene Präsentation und gegen eventuelle Nervosität gibt. Anstelle von Do´s und Dont´s einer Präsentation findet man den äußerst ironischen Text „Ratschläge für einen schlechten Redner“.
Weiters kann man in diesem Modul das Lesen der Kurrent-Schrift erlernen, was für HistorikerInnen unerlässlich ist.
Die Schreibwerkstatt ist wohl vor allem für StudienanfängerInnen geeignet, kann allerdings auch älteren Studenten und Studentinnen auf keinen Fall schaden.
Weiters erhält man eine Einführung in die historische Kartographie.

Das zweite Modul trägt den Titel „Literatur- und Informationsrecherche“ und bietet eine Einführung in diese. Man lernt richtig zu recherchieren, wie man mit Bibliotheken und Datenbanken umgeht und wie man zu Literatur kommt, auch wenn diese nicht so leicht zu finden ist und vieles mehr.

Das dritte Modul lautet „Geschichtsdidaktik“ und ist für Lehramtsstudenten gedacht. Hier wird etwa behandelt, wie man Unterrichtseinheiten erfolgreich plant, wie man Lerneinheiten aufbaut oder was man allgemein wissen muss, um Geschichte zu unterrichten.
Weiters gibt es noch Punkte zu Themen wie Politische Bildung, Unterrichtsplanung, Mediendidaktik und vielem mehr.

Das vierte Modul ist der „Hypertextcreator“, ein Redaktions- und Datenbanksystem mit dem Ziel, Lehrenden wie Studierenden zu helfen, Inhalte medienadäquat aufzubereiten.
Die Inhalte werden an ein bereits vorgegebenes Rahmen-Interface angebunden und sind so öffentlich einsehbar. Besonders wichtig ist, dass für die Benutzung des Hypertextcreators keine Programmierkenntnisse vonnöten sind, was die Bedienung erheblich erleichtert.

Das Projekt an sich ist eine Zusammenarbeit des Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte mit dem Institut für Geschichte der Universität Wien in Kooperation mit historischen Instituten an den Universitäten Basel, Graz, Innsbruck, Linz, München, Salzburg und Wien.



„Geschichtswissenschaftliches Arbeiten“ – ein tertiäres Lernobjekt


1. Legen sie einen Blog an, um so ihre Ergebnisse zu veröffentlichen und ihre Fortschritte zu dokumentieren. Alle nun folgenden Übungsergebnisse sollen im Blog veröffentlicht werden.
Weiters verschaffen sie sich einen kurzen Überblick über das Geschichtsportal „Geschichte Online“ , das von nun an die Grundlage für die diversen Aufgabenstellungen bilden wird und fassen dieses kurz zusammen (nicht mehr als 150 Worte).

2. Da im Laufe dieser Übung eine kleinere wissenschaftliche Arbeit geschrieben werden soll, lesen sie bitte das Kapitel „Themenfindung, Fragestellung, Thesenbildung“ und beschreiben sie in wenigen Worten, welche der erhaltenen Informationen für sie von besonderer Bedeutung waren.
Weiters überlegen sie sich aufgrund des Gelesenen ein Thema für ihre Arbeit und formulieren sie eine wissenschaftliche Fragestellung.

3. Mit Hilfe des Moduls Literatur- und Informationsrecherche stellen sie nun eine Bibliographie zu ihrem Thema auf und entwickeln unter Einbeziehen von Geschichte Online ein Forschungskonzept, das sie wie alle anderen Ergebnisse in ihrem Blog veröffentlichen.

4. Bearbeiten sie nun das Kapitel „Mündliche Präsentation“ und bereiten sie sich darauf vor, ihr Forschungskonzept in der Gruppe zu präsentieren.
5. Präsentation des Forschungskonzeptes.

6. Unter Zuhilfenahme von Geschichte Online und besonders des Kapitels „Zitat, Zitierregeln, Anmerkungen“ beginnen sie mit ihrer Arbeit, für die sie nun einen Monat Zeit haben. Berichten sie bitte in regelmäßigen Abständen (etwa ein Mal wöchentlich) von den Fortschritten ihrer Arbeit, sowie möglichen Schwierigkeiten oder Erkenntnissen.

7. Geben sie ihre Arbeit ab und schreiben sie ein kurzes Resümee über die Übung.

Sonntag, 6. Januar 2008

Zusammenfassung des Kapitels: „Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten“

Weblogs sind ein immer beliebter werdendes Mittel, um Erfahrungen zu teilen und Diskussionen zu führen. In der Wissenschaft werden Blogs, die Ende der 1990er Jahre erstmals auftauchten, noch wenig genutzt.
Blogs werden regelmäßig aktualisiert und haben viel mit einer persönlichen Website gemeinsam. Der prägnanteste Unterschied besteht darin, dass ein Blog immer Platz für Diskussionen und Kommentare lässt und diese auch anstrebt.
Ein Grund, warum Blogs auch von Menschen mit nicht allzu versierten Kenntnissen im Programmieren betrieben werden können, ist die Tatsache, dass solche Kenntnisse zum Bloggen nicht notwendig sind.
Die im Normalfall rückwärtschronologisch geordneten Einträge sind bestimmten URLs zugeordnet und die „Trackbackfunktion“ erleichtert die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Blogs.
Die RSS Funktion verwandelt die Beiträge in ein Format, dass von allen Computern gelesen werden kann und in den meisten Fällen sind den Einträgen „tags“ (melden den Eintrag an ein übergeordnetes Verzeichnis) zugeordnet.
Allgemein verlangen Texte am Computer, vor allem im Internet, nach einer eigenen Form. Diese „kurze“ Form des Schreibens gab es zwar bereits früher, wie man etwa bei Ludwig Wittgenstein oder Karl Kraus erkennen kann, doch wirklich aktuell wurde sie mit der Verbreitung von Computern.
Zu einem Medium sind die Computer aber erst mit der Vernetzung zur „Außenwelt“ geworden, was hauptsächlich durch das Internet und seine Möglichkeiten geschieht.
Blogs stellen hierbei ein relativ unkompliziertes Mittel dar, um Inhalte mitzuteilen und Diskussionen und Vernetzungen anzuregen. Für das Bloggen von Nöten sind allerdings ein gewisses Maß an Experimentierfreudigkeit und der Wille sich auf dieses Erlebnis einzulassen, was auch der Entwicklung des eigenen Schreibstils dienlich ist.
Was Blogger jedoch im Hinterkopf haben sollten, ist die Tatsache, dass man beim Bloggen immer auch ein Publikum hat. Das ist auch der Grund, warum sich Blogger bei jedem Eintrag überlegen müssen, was und vor allem wie viel Privates sie jeweils mitteilen wollen. Da die Texte kommentiert werden (können), müssen die Verfasser auch mit Kritik umgehen lernen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Texte mit einem Passwort zu versehen und sie so nur bestimmten Personen zugänglich zu machen.
Blogs bieten aber etwa bei Studien, in denen die Sozialkontakte oft nur sehr eingeschränkt sind, die Chance, soziale Kontakte in Form von Weblogs aufrechtzuerhalten. LeserInnen können Blogger zum Beispiel mit Hilfe von Fragen gewinnen.
Sowohl im Studium, als auch in der Arbeitswelt ist es von Vorteil, über eine Plattform mit den wichtigsten Ressourcen zu verfügen. All dies benötigt allerdings eine eigenständige Strukturierung und Kommentierung.
Im Großen und Ganzen können die Anforderungen an ein Journal auch auf Weblogs übertragen werden, wobei für Blogs vor allem die Sensibilisierung und die Querverbindungen besonders wichtig sind.
In den meisten Fällen werden Weblogs von einzelnen AutorInnen geführt, manchmal ist es aber auch eine offene oder geschlossene Gruppe, die diese Aufgabe innehat.
Gerade für Arbeitsgruppen sind Blogs ein geeignetes Kommunikationsmittel, da der Arbeitsprozess für alle Beteiligten nachvollziehbar ist und Änderungen schnell vorgenommen werden können. Nicht vergessen werden dürfen auch die rechtlichen Faktoren, etwa in Form des Urheberrechts.
Bei inhaltlichen Fehlern sollen Blogs nicht gelöscht werden, sondern der Verfasser muss den Fehler in einem neuen Eintrag aufklären.
Zur eigenen Sicherheit sollen im Blog so wenige persönliche Informationen wie möglich gegeben werden.
An sich gibt es zwei Möglichkeiten, einen Weblog zu führen. Gerade für Anfänger ist es leichter den Blog bei einem „Host“ einzurichten, Fortgeschrittene können auch einen opensource-Weblog auf einem eigenen Serverplatz einrichten.
Alles in allem sind Weblogs eine sehr gute Möglichkeit, um seine Gedanken und Erkenntnisse zu veröffentlichen und im Zuge dessen auch gleich Diskussionen anzuregen. Interesse und Freude am „Experiment des Bloggens“ führen dazu, dass man sich immer mehr mit dieser Art der Veröffentlichung auseinander setzt. Je mehr die Blogs vernetzt sind und je höher die Zahl der LeserInnen und der Kommentare, desto interessanter wird es für beide Seiten.
Auch wenn die Nutzung von Blogs im wissenschaftlichen Bereich noch in ihren Kinderschuhen steckt, so wird sich das im Laufe der Zeit bestimmt ändern, da Blogs Vorteile bieten, die etwa ein gedrucktes Werk nicht hat. So können Blogs relativ leicht und ohne Kosten (außer dem Entgelt für die Internetverbindung) betrieben werden, bieten Platz für Diskussionen und Kommentare und können ständig erweitert und durch neue Informationen ergänzt werden.

Verwendete Literatur: Gasteiner, Martin/Krameritsch, Jakob: Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2.Aufl., Wien 2006 (UTB), S. 243-271

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Hypertext

Zusammenfassung des Kapitels “Die hohe Kunst des E-Learning: Das Bauen hypertextueller Gebilde”

Mit Hilfe der Geschichte von Muskat und ihrem Sohn Zimt aus Haruki Murakamis Roman „Mister Aufziehvogel“ wird der Leser in das System des Hypertextes eingeführt. Zimt will von seiner Mutter jedes Mal die gleiche Geschichte aus ihrer Kindheit erzählt bekommen. Diese bleibt jedoch nicht gleich, sondern erweitert sich ständig.
Der Hypertext ist ähnlich. Es gibt eine Basis, die von verschiedenen Menschen in alle Richtungen erweitert wird (mit offenem Ende).
Dies führt dazu, dass sowohl die Texte vernetzt werden, als auch diejenigen, die an diesen schreiben. Der persönliche Dialog zwischen den verschiedenen Mitarbeitern eines Hypertextprojektes ist daher von großer Bedeutung und unerlässlich für das Gelingen eines solchen. Durch das Zusammenarbeiten können Beziehungen aufgebaut werden.
Ein weiterer Punkt, der eindeutig für den Hypertext (im Internet) spricht, ist die Tatsache, dass Verweise und Bezüge durch Links rasch hergestellt werden können.
Eine Grundeigenschaft der Hypertextnetzwerke ist, dass sie immer im Prozess, nie abgeschlossen und endlos erweiterbar sind.
Die verschiedenen Vernetzungen und Links müssen auf jeden Fall sinnvoll und nachvollziehbar sein.
Das Kernelement von Hypertextnetzwerken bildet der so genannte „Serendipity – Effekt“. Dieser bezeichnet die unerwarteten Entdeckungen und Überraschungen, die der Besucher einer solchen Website erleben kann. Dies beschränkt sich allerdings nicht nur auf diesen, sondern bezieht eigentlich auch den Autor mit ein.
Ein anderer Pluspunkt besteht aus der Tatsache, dass weltweit an Hypertextnetzwerken gearbeitet werden kann.
Dennoch ist die Nutzung von Hypertext in der Geschichtswissenschaft gering.
Dies liegt einerseits sicher daran, dass das Buch immer noch das Medium der Wissenschaft darstellt und ein Statussymbol ist. Es werden in wissenschaftlichen Werken auch kaum Online – Ressourcen zitiert.
Gleichzeitig ist der Hypertext noch in der Entwicklung und den AutorInnen eines solchen winkt relativ wenig Ansehen und Akzeptanz.
Dazu kommt, dass ein Hypertextnetzwerk nicht unbedingt einfach aufzubauen ist und ein Zusammenspiel zwischen den Texten und zwischen den AutorInnen erfordert.
Zu den wichtigsten Teilen eines Hypertextes zählen die Übergänge zwischen den einzelnen Beiträgen. Diese müssen aufeinander abgestimmt werden, was durchaus mühsam ist.
Hypertext erfordert also sowohl Teamarbeit, als auch Kreativität und Einfallsreichtum.
Langsam finden Projekte zum Hypertext Eingang in die hochschulische Lehre, was durch einfach zu bedienende Content Management Systeme erleichtert wird.
Der Hypertextcreator an der Universität Wien ermöglicht es Studenten und Lehrenden ohne Kenntnisse im Programmieren Inhalte online zu vernetzen.
Solche Brücken sind das Wichtigste beim Hypertext. Das individuelle Schreiben hört zwar nicht auf, aber es muss auch auf Ebene der Gruppe gearbeitet werden, um ein Netzwerk zu erstellen. Daher ist der Dialog so wichtig.
Das Ergebnis besitzt offene Enden und schafft es vielleicht sogar, wie in der Geschichte von Haruki Murakami, Glücksgefühle hervor zu rufen.

Schmale, Wolfgang u.a.: E-Learning Geschichte. Böhlau Verlag, Wien 2007

Sonntag, 2. Dezember 2007

„pastperfect“

„pastperfect“ ist ein Hypertextnetzwerk mit über 700 Texten, die von mehr als 60 Autoren und Autorinnen verfasst wurden.
Es ist eine Zusammenarbeit des Instituts für Geschichte, der Universität Wien und dem Van Gogh TV und entstand gemeinsam mit WissenschafterInnen, MediendesignerInnen und ProgrammiererInnen.
Initiiert wurde das Projekt von Jakob Krameritsch, Susanne Schuda und Florian Schmeiser, während die Projektleitung an Dr. Wolfgang Schmale liegt.
Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen und wird weiterhin ergänzt.
Die Website beschäftigt sich mit der Zeitspanne zwischen 1492 und 1558, eine Zeit, die durch viele soziale, politische und kulturelle Umbrüche und Veränderungen geprägt ist. Hier wird versucht, möglichst viele Aspekte der Geschichte mit einzubeziehen.
Gelangt man auf die Startseite, so kann man zwischen einer Text- und einer Flashversion wählen.
Bei der Flashversion springt einem zuerst eine relativ große Europakarte ins Auge. Auf ihr sind die Orte gekennzeichnet, die im ausgewählten Jahr von besonderer Bedeutung waren. Fährt man über die Orte, so sieht man sogleich die dazugehörigen Links.
Mit Hilfe eines „Schiffes“ kann man Europa verlassen und zu einer Weltkarte wechseln, um so auch außereuropäische Ereignisse zu entdecken.
Das jeweilige Jahr kann man mit einem Kompass einstellen, wobei sich die Karte und die Links von Jahr zu Jahr verändern.
Im linken Balken finden sich die Oberbegriffe Ereignisse, Kontexte, Rezeption, Reflexionen, Verlauf und Suche, wobei die Ereignisse und Kontexte ebenfalls je nach Jahr wechseln.
Unter Kontexte findet man ein ganzes Netz aus Themen, die jeweils mit Links versehen sind.
Bei den Rezeptionen findet man sieben Themen und deren Rezeption im Laufe der Zeit (bis in die heutige Zeit). Diese Rezeptionen sind chronologisch geordnet und geben einen Eindruck darüber, wie unterschiedlich verschiedene Themen in der Geschichte aufgefasst wurden und wie sich die Auffassung immer wieder verändert hat und wohl noch verändern wird. Es wird gezeigt, wie sehr Geschichte auch mit der Zeit zusammenhängt, in der sie betrieben wird.
Mit dem Themenfilter kann man aus 18 verschiedenen Themengebieten wählen.
Die Reflexionen bestehen aus Essays, Erfahrungsberichten und einer Evaluation der Website.
In den Essays wird sich, auch in Hinblick auf das Projekt, mit dem Thema der (Kultur-) Wissenschaften und ihrem Verhältnis zu den Neuen Medien auseinandergesetzt. Hier finden sich Essays zu Themen wie Medienkompetenz, Hypertext oder E-learning.
Dieser Teil, der wegen seiner Fülle eigentlich eine eigene Website füllen könnte, zeigt, wie sehr all dies noch im Entstehen und im Ausbau ist. Es ist ein Prozess, der noch lange nicht abgeschlossen ist und der durch Projekte wie dieses weitergetrieben wird.
In den Reflexionen werden diese Themen ausführlich behandelt und diskutiert.
Durch die Erfahrungsberichte von Mitarbeitern erfährt man Näheres über das Entstehen der Website.
Der Verlauf ist gerade durch die große Komplexität der Website sehr hilfreich und ermöglicht es, immer wieder zu verschiedenen Ausgangspunkten zurückzukehren.
Auf der linken Seite können, je nach Jahr oder Artikel die Punkte Glossar und Biographie erscheinen, die durch Biographien und Erläuterungen die Themen ergänzen und helfen, Unklarheiten zu beenden.
Ganz oben auf der Website findet man die fünf Kästchen Projekt, Impressum, Literatur, Presse und Drucken.
Das ganze Projekt wird relativ genau beschrieben und es werden Links zu Online – Rezensionen gegeben, wobei sechs dieser Links nicht funktionierten.
Das Impressum ist ebenso sehr ausführlich.
Der Bereich Literatur bietet Werke zu Themen wie Alltag, Geist, Gesellschaft, Kunst, Medien, Wissenschaft und vielem mehr.
Der Presseteil ist professionell gestaltet und enthält Bilder, Pressematerial und Presseberichte.
Da es bei den Texten nicht möglich ist, diese zu markieren und so auszudrucken, ist die Druckfunktion eine unerlässliche Hilfe, die allerdings (zurzeit) nicht funktioniert.
Um zu drucken kann man auf die reine Textversion zurückgreifen. Diese ist optisch nicht allzu ansprechend, vereint aber alle Texte und bietet immerhin die Möglichkeit Textstellen zu markieren und auszudrucken.
Die Website erfüllt die wissenschaftlichen Anforderungen.
„pastperfect“ folgt dem Prinzip, durch ein ansprechendes Äußeres den Besucher der Website zum spielerischen Umgang mit Geschichte zu animieren. Dadurch wird man angespornt, sich immer weiter mit der Geschichte dieser Jahre zu beschäftigen, was durch die Verlinkung der Bereiche noch erleichtert wird.

Fazit:
Mein erster Eindruck von der Website war ein etwas gemischter, da mir die Startseite fast ein bisschen zu „voll“ war.
Auch hat mich die Flashversion äußerlich zwar angesprochen, doch dauerte es ein paar Minuten, bis ich wusste, wie ich mit der Seite umgehen sollte.
Was mir sehr gut gefallen hat, war die Möglichkeit, mit dem Kompass das Jahr zu verändern und so auf der Karte die verschiedenen Ereignisse zeitlich hintereinander vorbeiziehen zu lassen. Gerade weil die Website optisch so ansprechend gestaltet ist, animiert sie fast spielerisch zum Entdecken von Geschichte. Durch die zahlreichen Vernetzungen gelangt man ständig von einem Thema zum nächsten, was dazu führen kann, dass man viel mehr entdeckt, als man gesucht hat.
Ein weiterer Bereich, den ich hervorheben will, sinddie Rezeptionen, die durch die im Lauf der Geschichte immer wieder veränderten Auffassungen äußerst interessant sind und ein gutes Bild der jeweiligen Zeit geben.
Insgesamt ist die Website, wenn man ihr System erst einmal durchschaut hat, sehr gelungen und für einen ersten Einblick in diese Zeit, wie auch einfach zum Stöbern und Entdecken, zu empfehlen.

Sonntag, 18. November 2007

historicum.net

Geschichtswissenschaften im Internet

Historicum.net sieht sich als „Netzwerk“ für die Geschichtswissenschaften, an dem sich sowohl Institutionen, als auch Einzelpersonen beteiligen können.
Der Ursprung der Website liegt im Server Frühe Neuzeit, der zwischen Februar 1999 und Februar 2003 ein gemeinsames Projekt des Historischen Seminars der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Bayrischen Staatsbibliothek war. Mit der Zeit entwickelte sich das Projekt zu einem „übergreifenden Portal“.
Im August 2004 übernahm der Verein „historicum.net – Geschichtswissenschaften im Internet e.V.“ die Trägerschaft des Projektes (er hat sie auch für die Seiten sehepunkte und zeitenblicke).
Der Zweck des Vereins ist laut eigener Angabe die Förderung von Wissenschaft und Forschung durch die Entwicklung, Bereitstellung und Anwendung der digitalen Medien im Bereich der Geschichtswissenschaften.

Gelangt man auf die Website, so hat man einen Balken mit fünf Hauptthemengebieten vor sich. Diese sind Home, Themen, Länder, Recherche und Lehren & Lernen. Zudem steht eine Suchmaske mit der Möglichkeit zur Erweiterten Suche zur Verfügung. Wählt man diese, so kann man mit Hilfe von Titel, Freitext/Volltext, Autor, Schlagwort und Dokumenttyp das Gesuchte finden.
Ebenfalls im oberen Teil der Seite befindet sich der Direktzugang zu folgenden Portalen: zeitenblicke (Online-Journal für die Geschichtswissenschaften), sehepunkte (Rezensionsjounal für die Geschichtswissenschaften) und lesepunkte (Schüler schreiben für Schüler), sowie die Punkte Über uns, Impressum, Newsletter (der durch Eingabe der E-Mail Adresse abonniert und auch wieder abbestellt werden kann) und die Bereiche Presse, Partner, Hilfe und Kontakt.
Beim Impressum, das äußerst professionell aufgebaut ist, finden sich die Adresse der Geschäftsstelle, die Telefonnummer und E-Mail Adresse, sowie der Haftungsausschluss in Bezug auf die extern erstellten Bereiche, Copyright Angaben, Zitierhinweise und diverse andere Angaben.

Im Bereich Home, der auch als Startseite fungiert, fällt zuerst der Punkt „Neu im Portal“ auf, wo die aktuellsten Beiträge aufscheinen. Hier wird ersichtlich, welche Themen in der letzten Zeit aktuell waren, beziehungsweise wie oft neue Beiträge verfasst werden. In diesem Fall sind vier der fünf „neuen“ Beiträge zum Thema Hexenforschung, wobei der letzte mit 23.10.2007 datiert ist. Man kann sich auch alle Neueinträge auflisten lassen (hier sind es 63, sie reichen bis Juni 2006 zurück).
Ebenfalls auf der Startseite findet sich eine Übersicht aller Themen, die sich in die drei Gruppen Frühe Neuzeit, 19./20. Jahrhundert und Epochen übergreifend aufteilen.
Bei den Notizen, gelangt man (derzeit) zum historicum.net – Quiz und zur Informationsplattform open-access.net.
Auch die Förderer und Partner scheinen auf der Startseite auf.

Den zweiten Hauptpunkt bilden die Themen, die sich bei der Frühen Neuzeit in Hexenforschung, Jüdische Geschichte, Schwabenkrieg, Reformation, Bauernkrieg, Achtzigjähriger Krieg, Friedensverträge der Vormoderne, Medien und Kommunikation, Pompadour und ihre Zeit und Französische Revolution teilen.
Im 19. und 20. Jahrhundert werden die Bereiche Napoleon Bonaparte, Risorgimento, Zwangsarbeit Rhein-Erft-Rur, der Bombenkrieg, sowie die Internationale Geschichte behandelt.
Als Epochen übergreifend gelten die Klassiker der Geschichtswissenschaft.
Die Themen werden jeweils kurz vorgestellt, dann erfolgt eine Unterteilung, die von Thema zu Thema unterschiedlich aussieht. Dies können Definition, Lexikon, Quellen, Bibliographie, Redaktion, Links, Zeitleisten und vieles mehr sein. Bei fast allen werden Informationen über die für den Bereich Verantwortlichen gegeben.
Der Schwerpunkt der Themen liegt in der Frühen Neuzeit, wobei die verschiedenen Themenbereiche von externen Kooperationspartnern betreut werden.

Die Länder teilen sich in Estland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Lettland, Litauen, Ostmitteleuropa, Polen, Slowakei, Spanien und Tschechien. Jedes Land, beziehungsweise jeder Raum wird eigens und durch die verschiedenen Verantwortlichen auch unterschiedlich behandelt.

Im Bereich Recherche soll mit einem Linkkatalog ein Überblick über ausgewählte Informationsressourcen im Internet geboten werden.
Unter Institutionen findet man die Unterteilung in Bibliotheken und Archive mit Bibliotheken allgemein, Historische Bibliotheken (hier wird unter anderem auf Clio-online verwiesen), Neuerwerbungsdienste und Archive und Forschungseinrichtungen (historische Institute, Akademien, Fachgesellschaften, Forschungsförderung).
Die Literaturrecherche teilt sich in Verbundkataloge, Elektronische Volltexte, Bibliographien und Aufsatzrecherche.
Weitere Punkte sind die Fachzeitschriften mit Übersicht, Elektronischen Zeitschriften und Elektronischen Rezensionenjournal und die Digitalisierten Quellen, die in Text- und Bildressoucen geteilt sind.
Die Lexika- und Nachschlagewerke teilen sich in Allgemeine, Fachspezifische und Historische Lexika. Zudem gibt es noch die Fachportale.

Beim Lehren & Lernens bietet Tutorials und Informationen für Lernende ebenso wie für Lehrende.
Beim Lehren & Lernen finden sich die Punkte Archiveinführung, Computer im Geschichtsstudium, Internet im Geschichtsstudium, Arbeiten mit Quellen, Webkatalog: Lehre und Internet, Geschichtsdidaktik, Schriften Winfried Schulze und Link-Winks.
Die Archiveinführung versteht sich als Gebrauchsanleitung mit Schwerpunkt auf Archiv-Laien. Der Autor dieser Einführung ist selbst seit Jahren Archivar.
Bei den Computern im Geschichtsstudium handelt es sich um ein Tutorial (Ergebnis eines Projektes an der Universität Köln), dessen Schwerpunkt auf einführenden und allgemeinen Informationen liegt und sich gerade an studentische Anfänger richtet. In der Vorstellung des Tutorials wird allerdings darauf hingewiesen, dass das Projekt bereits veraltet ist und es wird auf Ad fontes und Geschichte Online verwiesen.
Die Computer im Geschichtsstudium werden durch das Internet im Geschichtsstudium ergänzt, wo diverse Internetangebote und deren Möglichkeiten gezeigt werden. Auch dieser Teil richtet sich eher an Anfänger.
Beim Arbeiten mit Quellen handelt es sich um eine kurze Einführung in die Methodik der Quellenarbeit und um Einzelanalysen zu bestimmten Quellenarten.
Der Webkatalog ist mit Internetseiten, die sich mit Fragen zur internetgestützten Lehre der Geschichtswissenschaft beschäftigen, verlinkt, wobei sämtliche hier aufgelisteten Seiten überprüft wurden.
Die Schriften von Prof. Dr. Winfried Schulze sind eine Auswahl seiner Artikel, die in dieser Form digital nutzbar gemacht wurden.
Die Link-Winks werden wöchentlich veröffentlicht und behandeln einzelne, für die frühneuzeitliche Geschichte nützliche Online-Angebote.

Alles in allem ist die Homepage sowohl formal, als auch inhaltlich von hervorragender Qualität und ein Gewinn für jeden, der sich mit Geschichte (vor allem mit früh-neuzeitlicher Geschichte) beschäftigt.

Zusatz:
Bei all den positiven Eigenschaften darf allerdings nicht vergessen werden, dass die Website nur einen kleinen Teil der Geschichte abdeckt. Es sind wie schon vorher behandelt die Frühe Neuzeit und das 19. und 20. Jahrhundert, das allerdings nur gestreift wird.
Allerdings erklären die Verantwortlichen des Projekts, dass die Website noch im Ausbau ist, was viele Chanchen in sich birgt.
Auch der Bereich der Länder ist noch ausbaufähig.

Sonntag, 11. November 2007

Clio online - Fachportal für Geschichtswissenschaften

Wie der Titel bereits besagt ist Clio online ein wissenschaftliches Fachportal für die Geschichtswissenschaften und versucht laut eigener Aussage wissenschaftliche Information, Produktion und Rezeption zu verbinden. Gleichzeitig beinhaltet die Website eine Metasuchmaschine und moderierte Mailinglisten.
Insgesamt verfügt die Website über neun Hauptmenüpunkte. Diese sind Über Clio, Rezensionen, Web – Verzeichnis, Institutionen, Findmittel, Forscher/innen, Guides, Chancen und Fachdatenbanken.
Ebenfalls auf der Startseite findet man den Bereich Aktuelles, der in diesem Fall die Archive NRW in Metasuche, einen Fachkatalog zur Technikgeschichte, einen Artikel über das Urheberrecht und eine Umfrage über die Nutzung von Fachportalen enthält.
Außerdem werden die Links Mein Clio, Suchen, Web-Verzeichnis, Forscher/innen, Institutionen, Portale und Themen-Websites, Fachkommunikation, Publikationen, Chancen, Guides, die jeweils mit Unterpunkten versehen sind aufgelistet.
Es besteht die Möglichkeit, sich auf der Seite einzuloggen und so zum Bereich Mein Clio zu gelangen. Ebenfalls auf der Startseite befindet sich der Nachrichtendienst, wo aktuelle, geschichtliche Themen behandelnde Nachrichten in einigen Sätzen zusammengefasst werden (mit Links zu den Volltexten).
Die Seite ist sowohl auf deutsch als auch auf englisch abrufbar.

Klickt man den Link Über Clio an, so findet man eine Vorstellung des Projektes, das 2001 konzipiert wurde und 2002 seine Arbeit aufnahm. Das Projekt wurde von 2002 bis 2007 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Außerdem werden die einzelnen Angebote der Seite, wie Kommunikation und Information, elektronische Veröffentlichungsformen (incl. Archivierung), die schon erwähnte Metasuchmaschine, sowie eine Suchmaschine für Rezensionen und Verzeichnisse zur Recherche über Webangebote, Institutionen und WissenschafterInnen gezeigt. Zudem gibt „Mein Clio“ die Möglichkeit zur Personalisierung und Verwaltung von Informationsdiensten.
In weiterer Folge werden die Partner des Projektes dargestellt, sowie der wissenschaftliche Beirat, wobei bei zwei Mitgliedern die URL nicht auffindbar war.
Bei den Publikationen erfährt man, dass das Projekt die Hybridzeitschrift „Historische Literatur“ und die Schriftenreihe „Historisches Forum“ herausgibt. Dazu kommen noch Hinweise zu Literatur über und vom Projekt.
In Redaktion und Impressum sind die genauen Kontaktadressen der Verantwortlichen inklusive Telefon- und Faxnummer, sowie der E-Mail Adresse angegeben, was es ermöglicht die Betreiber bei Bedarf jederzeit auf die verschiedensten Wege zu kontaktieren.
Schließlich werden Mediadaten über die Nutzung gegeben.
Der Punkt Hilfe ist sehr ausführlich gestaltet und er gibt Hilfestellungen zu fast allen möglichen die Seite und ihre Navigation betreffenden Fragen.
In der Sitemap erhält man einen Überblick über alle Seiten und Rubriken im Clio online Portal.
Zuletzt findet man im ersten Hauptteil noch die AGBs und die Ergebnisse einer Onlineumfrage, die 2005 mit der Intention mehr über die Nutzer der Website, sowie deren Nutzungsverhalten und –häufigkeit herauszufinden durchgeführt wurde. Dieser Punkt gibt durchaus interessante Informationen, etwa dass die meisten Nutzer Akademiker sind und im wissenschaftlichen Bereich arbeiten.

Bei den Rezensionen hat man mit einer Suchmaske verschiedene Möglichkeiten, die gewünschten Rezensionen zu finden. Eingegebene Begriffe führen sehr oft zum Erfolg und man erhält die Links zu den jeweiligen Rezensionen.
Insgesamt verfügt die Datenbank, die am 16. Oktober 2007 zuletzt aktualisiert wurde über 46.942 Rezensionen zu 39.191 Publikationen.

Das Web – Verzeichnis erklärt sich als „Verzeichnis über wissenschaftliche Angebote zur Geschichte im World Wide Web“. Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit, eigene Internetangebote zu melden, oder auf fremde Angebote hinzuweisen.
Auch dieser Bereich verfügt über eine eigene Suchmaske. Eine weitere Möglichkeit, das Gewünschte zu finden sind die Unterkategorien Bibliografien, Forschung, Institutionen, Kataloge, Materialien, Multimedia, Nachschlagewerke, Quellen, Portale und Publikationen.
Zusätzlich hat man die Option, sich nur die Aktuellen Einträge anzeigen zu lassen, was gerade bei häufiger Nutzung von Vorteil ist.

Auch die Institutionen beinhalten eine Suchmaske, die durch eine in Akademien, Archive, Behörden, Bibliotheken, Bildstellen, Denkmalpflege, Fachgesellschaften, Institute, Museen, Politische Bildung, Statistik, Universitäten, Verbände und Verlage unterteilte Übersicht noch ergänzt wird.
Die einzelnen Institutionen werden jeweils kurz erklärt (Adresse, Leitung, Organisation und ähnliches) und sind mit dem dazugehörigen Link verbunden.

Bei den Findmitteln erscheint ebenfalls eine Suchmaske, sowie eine in Epochen (vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte ab 1945) und Regionen (vom Alten Reich bis 1806 bis zur Bundesrepublik Deutschland ab 1990) gegliederte Übersicht. Zusätzlich scheint eine Auswahl aktueller Neueinträge auf.

Für die Forscher/innen steht ebenfalls eine Suchfunktion zur Verfügung oder man lässt sie sich alphabetisch auflisten. Bei den derzeit 1564 Forschern und Forscherinnen sind jeweils die Kontaktdaten angegeben, sowie deren Arbeit und Wissenschaftlicher Werdegang, wie auch ihre Publikationen, Forschungsinteressen und Arbeitsgebiete.

Die Guides vermitteln Basiswissen durch Überblicksartikel und wollen Hilfestellung geben. Dazu sind sie in drei Sorten, die übergreifenden, die regionalen und die thematischen Guides gegliedert.
Um sie kurz zu erklären, behandeln die übergreifenden Guides Themen wie Zugangsmöglichkeiten, die Online – Angebote, Archive und wissenschaftliches Publizieren, während die regionalen Guides in die Bereiche Frankreich, Großbritannien und Irland, Italien, Österreich, Osteuropa, Schweiz und USA unterteilt sind.
Die thematischen Guides gliedern sich in Moderne Stadtgeschichte, Online-Landschaften, Umweltgeschichte im Internet, Frauen-, Männer- und Geschlechtergeschichte, Technikgeschichte und Unternehmensgeschichte.

Auch für die Chancen gibt es eine Suchmaske und die Unterteilung in Aktuelle Stipendienangebote bei H-Soz-u-Kult, Aktuelle Stellenangebote bei H-Soz-u-Kult und Berufe für Historiker.
Dazu gibt es noch die vier Links Stellenbörsen, Praktikumsbörsen, Stipendien und Weiterbildung, die mit einer Suchmaske und einer Liste der Angebote, sowie deren Beschreibungen und Links ausgestattet sind.
Die Studiengangsdatenbank ermöglicht es, Studienangebote an insgesamt 335 deutschen Hochschulen an 166 Orten zu finden.

Die Fachdatenbanken bieten die Möglichkeit einer Metasuche, welche sowohl durch die Schnellsuche als auch mit Hilfe der Erweiterten Suche durchgeführt werden kann. Die gefundenen Treffer kann man zusammenführen und einen Merkzettel erstellen.

Insgesamt ist die Website von hervorragender Qualität und bietet eine derartige Fülle an Informationen und Materialien zu den verschiedensten Themen, dass es ein Fehler wäre, sich nicht näher mit ihr auseinander zu setzen.
Auf der einen Seite ist sie eine hervorragende Hilfe, wenn man etwa Rezensionen, Institutionen, Materialien, Quellen, Forscher/innen oder anderes sucht, andererseits bietet sie aber auch einen Raum, um einfach zu stöbern und Materialien zu allen möglichen Themen der Geschichtswissenschaft zu entdecken.

Sonntag, 4. November 2007

Bewertung der Website Europabegriffe und Europavorstellungen im 17. Jahrhundert

(http://www.univie.ac.at/igl.geschichte/europaquellen/)

Für eine möglichst umfangreiche Beurteilung der Homepage wird hier auf die Checkliste zum Besprechen von Websites aus dem Buch „Schreib-Guide Geschichte“ von Wolfgang Schmale (Hg.) zurückgegriffen.
Das erste, was einem bei einer Website auffällt, ist die URL, die je nach Gestaltung unterschiedlich viel über den Inhalt der Seite aussagt. In diesem Fall birgt die URL eine Fülle von Informationen, wie etwa, dass die Seite an die Universität Wien, genauer gesagt an die IGL Geschichte angebunden ist. Zusätzlich beinhaltet die URL das Thema der Seite.
Gelangt man auf die Website, fällt einem zuerst ein breiter, gelb unterlegter Balken mit den Namen des Projektleiters, seiner Mitarbeiter und der Verantwortlichen des Projektsekretariats mit deren E-Mail Adresse auf. Unter dem Punkt Mitarbeiter findet man dann zu diesen eine Beschreibung mit deren jeweiligen Forschungs- bzw. Studienschwerpunkten, sowie deren E-Mail Adressen und soweit vorhanden ihren Publikationen und Arbeitsbereichen.
Ebenfalls im gelb unterlegten Teil findet man den Hinweis (incl. Link), dass das Projekt von der Gerda Henkel Stiftung Düsseldorf gefördert wird, eine Stiftung, die laut ihrer Homepage (http://www.gerda-henkel-stiftung.de) ihre Aufgabe darin sieht, historische Geisteswissenschaften und hier besonders die Geschichtswissenschaft, die Archäologie, die Kunstgeschichte und historische Teildisziplinen zu fördern, was auch für die Qualität der Website spricht.
Der Link zur Stiftung ist sehr wichtig, um nachprüfen zu können, ob die Website oder die fördernde Stiftung gewisse Interessen bzw. Denkrichtungen vertreten will.
Der Inhalt der Seite, Quellen aus dem 17. Jahrhundert ist in einem für das Medium adäquatem Maße aufbereitet worden. So gibt es etwa vier verschiedene Möglichkeiten, um die vorhandenen Quellen zu suchen. Diese sind sowohl über den Autor, als auch den Titel, über Schlagworte und mit Hilfe einer Zeitleiste zu finden. Zusätzlich verfügt die Homepage über eine eigene Suchmaschine.
Die Quellen werden zuerst kurz beschrieben (Quelle, Zitierweise, Schlagworte und Fundort), so dass man sich bereits einen ersten Überblick verschaffen kann. Wer sich weiter mit der Quelle beschäftigen will, findet je nach Verfügbarkeit eine Kurzbiographie des Verfassers, die Beschreibung der Quelle und als drittes den Punkt Europabegriffe und –vorstellung beim jeweiligen Autor.
Wie eben erwähnt wird bei jeder Quellenbeschreibung bereits vorgegeben, wie sie zu zitieren ist, was das Arbeiten mit der Website erheblich erleichtert.
Die Autoren halten sich bei ihrem Projekt streng an die wissenschaftlichen Regeln, was sich bereits bei der URL durch die Anbindung an eine Universität erahnen lässt und was sich dann auch bestätigt.
Das Ziel des Projektes ist neue Quellen zu erschließen und der Forschung zur Verfügung zu stellen, wobei in der Projektbeschreibung näher auf die Quellen und die Vorgehensweise eingegangen wird.
Die Seite selbst ist mit anderen, dem Thema ähnlichen Web-Projekten verlinkt.
Auf der Homepage wird genau aufgezeigt, wann sie erstellt wurde, wann die Quellenautopsien abgeschlossen wurden und wann die letzte Änderung stattfand. Dies geschah in diesem Fall im Jänner 2007, was jedoch bei dieser Art von Website die Qualität nicht mindert, da es ein Thema ist, bei dem häufige Aktualisierungen wenig Sinn hätten.
Das multimediale Potenzial des Internets wird, soweit es für die Website und ihr Thema adäquat ist, durchaus genutzt.
Im letzten Teil soll auf die Benutzerfreundlichkeit der Site eingegangen werden.
Der Aufbau der Seite, der durchaus schlicht, aber dabei logisch und durchdacht ist, zielt auf ein wissenschaftliches Publikum ab und es treten innerhalb der Seite keine Fehler auf.
Die Farben, die auf der Website aufscheinen, sind eher dezent gehalten, wobei wichtige Hinweise mit kräftigem Blau und Rot hervorgehoben werden. Auch die Schriftarten sind klassisch und schlicht.
Es gibt zwar nicht direkt eine Druckfunktion, doch die Quellenbeschreibungen sind so formatiert, dass sie ohne allzu große Veränderungen gedruckt werden können.
Allgemein hat die Website nur sehr kurze Ladezeiten und es gibt keine Werbung.
Ein eigener Punkt für das Feedback mit einem Feedbackformular gibt dem Benutzer die Möglichkeit zu Fragen und Anregungen. Zusätzlich findet man die E-Mail Adressen aller für die Seite Verantwortlicher und hat so die Möglichkeit, diese auch per E-Mail zu kontaktieren.
Alles in allem hat man es hier mit einer qualitativ sehr hochwertigen Website zu tun, die für die Forschung zu verwenden und zu zitieren auf jeden Fall zu empfehlen ist.

Verwendete Literatur:
Steffens, Henry J./Dickerson, Mary Jane/Schmale, Wolfgang: Kurze wissenschaftliche Arbeiten schreiben, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2. Aufl., Wien 2006 (UTB), S. 96-99



Zusammenfassung des Kapitels E-Medienkompetenz / e-media literacy

Der Begriff der Kompetenz, der in seiner grundsätzlichen Bedeutung mit Fähigkeit gleichzusetzen ist, wird gerade in der Wissenschaft und Lehre nur allzu gerne verwendet. Im Zuge dessen bekommt er laufend neue Bedeutungen zugeschrieben, was ihm nicht unbedingt gut tut.
Dem Begriff der E-Medienkompetenz ist die Medienkompetenz vorausgegangen, die vom Medienpädagogen Dieter Baacke in den 1970ern in vier Ebenen unterteilt wurde. Diese sind Medienkunde, Mediennutzung, Mediengestaltung und Medienkritik. Wichtig hierfür ist es zu erwähnen, dass damals die Computer als Medium noch keine Rolle spielten.
Mit dem Aufkommen von Computern und später dem Internet, vor allem mit deren verstärkter Nutzung, trat ein Medium mit fast unbeschränktem Potential auf. Dieses Medium erfordert jedoch eine gewisse Kompetenz, deren Vermittlung laut Mike Sandbothe längere Zeit zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Jeder sollte die Fähigkeit besitzen die Herkunft und Zurechenbarkeit von Informationen überprüfen zu können.
Moser teilt in seinem aus der Medienpädagogik kommenden Modell den Begriff der Medienkompetenz in vier Teile. Diese sind die Technische Kompetenz, die Reflexive Kompetenz, die Kulturelle Kompetenz und die Soziale Kompetenz
Für das E-Learning ist die E-Medienkompetenz zu einem Schlüsselbegriff geworden, wobei man nicht vergessen darf, dass sich die Wissenschaften durch das Hinzutreten neuer Medien noch immer in einer Übergangsphase befinden.
Wichtig für die Behandlung von E-Medienkompetenz ist auch die aktuelle Situation des World Wide Webs, in dem der/die NutzerIn im Vordergrund steht und dieser die Informationen auch beeinflussen und verändern kann (Social Software). Unter dem Begriff des semantic web versteht man komplexe Ontologien, die automatisch Daten filtern, strukturieren und beschreiben können, was dazu führt, dass Material gezielter gesucht und gefunden werden kann.
Bei all dem ist auch der digital divide von Bedeutung, auch wenn lange Zeit gehofft wurde, dass Unterschiede in Geschlecht, Alter und Herkunft mit der Veralltäglichung der digitalen Medien keine Rolle mehr spielen würden, was sich jedoch nicht verwirklicht hat. Daher ist in diesem Zusammenhang auch auf die Vermittlung von Genderkompetenz hinzuweisen.
Anforderungen an die E-Medienkompetenz sind etwa die gezielte Auswahl von Bildungstechnologien, die jeweilige Abstimmung der Angebote, das bewusste Führen einer personalisierten Lernumgebung, aber auch eher auf die Studenten bezogenen Anforderungen, wie das eigenverantwortliche, selbstkonstruierende und problemorientierte Lernen, interaktives und kooperatives Arbeiten, die Orientierung in Informationsräumen, sowie die Soziale Kompetenz in virtuellen Gruppen und die bereits erwähnte Genderkompetenz.
Aus der fachwissenschaftlichen Sicht ist noch viel zu erarbeiten, da keine wirklichen Standards für wissenschaftliche Kriterien vorhanden sind. Es wird daher die Teilnahme am Prozess der Bewertung von Netzinhalten gefordert und gewünscht.
Hier ist Peter Haber zu nennen, der meint, dass vor allem die „Bereitschaft, sich inhaltlich mit den Rahmenbedingungen einer Geschichtsschreibung im digitalen Zeitalter auseinanderzusetzen“ (Haber 2006) von Bedeutung ist.
Die Historiker Peter Haber und Jan Hodel haben ein Modell, die historische Online-Kompetenz (HOK) ausgearbeitet. Während Haber sich mit der digitalen Vergangenheit und Gegenwart der Geschichtswissenschaften und der kulturwissenschaftlichen Perspektive beschäftigt, spezialisiert sich Hodel auf die fachspezifisch didaktische Ausrichtung der Geschichtswissenschaft in Bezug auf die digitalen Medien und erarbeitet dazu ein Modell.
Für Hodel ist wichtig, dass die digitalen Medien Gegenstand, Hilfsmittel und auch Werkzeug für den geschichtswissenschaftlich Arbeitenden darstellen können, was er mit den Begriffen Lesen, Schreiben und Reden zeigt.
Unter Lesen versteht er die Informationskompetenz und die Quellenkritik, die auch Fähigkeiten wie Wissen über das Urheberrecht und die open source-, creative commons- und public domains-Bewegungen einschließen.
Das Schreiben wurde noch kaum in Projekten bearbeitet, da es meist außerhalb des Faches erworben wird.
Mit Reden meint Hodel die Netz-Praxen, die sich im wissenschaftlichen Diskurs entwickeln.
Von besonderer Bedeutung für die fachspezifische E-Medienkompetenz ist es, die Bedingungen dieses sich ständig verändernden Mediums im Auge zu behalten und sie zu bewerten.
Zuletzt ist noch anzumerken, dass wir es hier mit einem Medium zu tun haben, bei dem auch die Experimentierfreude und der Spaß nicht zu kurz kommen sollen, die beide in das Lernen integriert werden können.
Die Nutzung des Mediums soll gelernt werden und in der Folge auch die Grundlage zur Reflexion über diese gegeben werden, da Kompetenz bedeutet, selbst zur Handelnden/zum Handelnden zu werden.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Zusammenfassung - E-Learning Geschichte

E-Learning im Fach Geschichte und die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Im ersten Kapitel werden die Umstellung auf das Bolognasystem und die sich daraus ergebenden Vor- und Nachteile beschrieben und kritisch betrachtet, sowie Möglichkeiten aufgezeigt, um die derzeitige Situation zu verbessern.
Es wird angeführt, welche Maßnahmen die Umstellung erfordert und mit welchen Chancen und Risiken diese einhergeht, ehe auf den Einfluss des Internets auf die Geschichtswissenschaft und dessen Beziehung zu den traditionellen Medien eingegangen wird.
Allgemeines zum Netz, sowie ein Ausblick auf den weiteren Inhalt des Buches runden das Kapitel ab.

E-Learning
Das zweite Kapitel behandelt zuerst die Frage was E-Learning eigentlich ist und welche verschiedenen Typen es gibt. Danach werden die didaktischen Aspekte des E-Learnings dargestellt und schließlich auf webbasierte Lernobjekte eingegangen. Dazu wird erst der Begriff erklärt, bevor dann näher auf die drei Kategorien von webbasierten Lernobjekten und auf deren Vorteile eingegangen wird.
Schließlich wird der Begriff Medienkompetenz erörtert und die Anforderungen, die an diese zu stellen sind, werden aufgezeigt.

Strategische Optionen

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit aktuellen Strategien der Hochschulen und gibt Beispiele für E-Learning-Strategien in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland, wobei besonders hervorgehoben wird, wie wichtig eine gute Vernetzung für den Erfolg des E-Learnings ist.
Daraufhin werden Lernmanagementsysteme, auch in Hinblick auf die Zukunft, behandelt.
Als Alternative wird die Internetgestützte Lehre, am Beispiel der IGL Geschichte vorgestellt.
Zuletzt gehen die Autoren auf Content Management Systeme ein, erklären diese und stellen zwei verschiedene Typologien vor.

Webbasierte Lernobjekte im Fach Geschichte
Im vierten Kapitel werden verschiedene Beispiele für Lernobjekte erklärt und kritisch betrachtet.
Bei den Primären webbasierten Lernobjekten sind dies „Geschichte Online“, „ad fontes“, „pastperfect.at“ und die „Arabic Papyrology School“.
Als Sekundäre webbasierte Lernobjekte werden „Deuframat“ und andere, wie etwa das „Historicum.net“ beschrieben.
Am Schluss werden Tertiäre webbasierte Lernobjekte gezeigt und in der Folge auch der Kurs „Informatik und Medien in der Geschichtswissenschaft“ aus dem WS 2006/07 behandelt.

Die hohe Kunst des E-Learning: Das Bauen hypertextueller Gebilde
Im fünften und letzten Kapitel wird klargestellt, dass der Dialog und das Gruppengespräch auch in der heutigen Zeit sehr wichtig sind und wieder mehr Bedeutung erhalten sollten.
Es wird der Hypertext erklärt und dessen Potenzial aufgezeigt. Auch wird dargelegt, warum dieser so wenig genützt wird und bei Historikern keine allzu breite Akzeptanz besitzt.
Dies liegt unter anderem daran, dass Hypertextnetzwerke nicht leicht aufzubauen sind.
Es werden diverse Schreib- und Vernetzungsprojekte, wie der „HYPERTEXTCREATOR“ vorgestellt und dessen Funktionen und Ziele aufgezeigt.

Fazit
Ich habe diesem Buch mit etwas gemischten Gefühlen entgegengesehen, was vor allem daher rührte, dass ich mich mit diesem Thema noch kaum auseinandergesetzt habe. Dennoch hat mich das Buch positiv überrascht. Es zeigt die ganze Komplexität dieses Themas und was alles an Einsatz und Herausforderungen hinter dem mittlerweile doch sehr gebräuchlichen Begriff des E-Learnings steht.
Wichtig ist auch das Glossar, da er die Möglichkeit bietet, schwierige Begriffe direkt im Buch nachzuschlagen.
Zuletzt möchte ich noch sagen, dass die Lektüre dieses Buches zwar nicht immer einfach, aber dennoch sehr interessant war.

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