Sonntag, 6. Januar 2008

Zusammenfassung des Kapitels: „Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten“

Weblogs sind ein immer beliebter werdendes Mittel, um Erfahrungen zu teilen und Diskussionen zu führen. In der Wissenschaft werden Blogs, die Ende der 1990er Jahre erstmals auftauchten, noch wenig genutzt.
Blogs werden regelmäßig aktualisiert und haben viel mit einer persönlichen Website gemeinsam. Der prägnanteste Unterschied besteht darin, dass ein Blog immer Platz für Diskussionen und Kommentare lässt und diese auch anstrebt.
Ein Grund, warum Blogs auch von Menschen mit nicht allzu versierten Kenntnissen im Programmieren betrieben werden können, ist die Tatsache, dass solche Kenntnisse zum Bloggen nicht notwendig sind.
Die im Normalfall rückwärtschronologisch geordneten Einträge sind bestimmten URLs zugeordnet und die „Trackbackfunktion“ erleichtert die Verknüpfungen zwischen den einzelnen Blogs.
Die RSS Funktion verwandelt die Beiträge in ein Format, dass von allen Computern gelesen werden kann und in den meisten Fällen sind den Einträgen „tags“ (melden den Eintrag an ein übergeordnetes Verzeichnis) zugeordnet.
Allgemein verlangen Texte am Computer, vor allem im Internet, nach einer eigenen Form. Diese „kurze“ Form des Schreibens gab es zwar bereits früher, wie man etwa bei Ludwig Wittgenstein oder Karl Kraus erkennen kann, doch wirklich aktuell wurde sie mit der Verbreitung von Computern.
Zu einem Medium sind die Computer aber erst mit der Vernetzung zur „Außenwelt“ geworden, was hauptsächlich durch das Internet und seine Möglichkeiten geschieht.
Blogs stellen hierbei ein relativ unkompliziertes Mittel dar, um Inhalte mitzuteilen und Diskussionen und Vernetzungen anzuregen. Für das Bloggen von Nöten sind allerdings ein gewisses Maß an Experimentierfreudigkeit und der Wille sich auf dieses Erlebnis einzulassen, was auch der Entwicklung des eigenen Schreibstils dienlich ist.
Was Blogger jedoch im Hinterkopf haben sollten, ist die Tatsache, dass man beim Bloggen immer auch ein Publikum hat. Das ist auch der Grund, warum sich Blogger bei jedem Eintrag überlegen müssen, was und vor allem wie viel Privates sie jeweils mitteilen wollen. Da die Texte kommentiert werden (können), müssen die Verfasser auch mit Kritik umgehen lernen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Texte mit einem Passwort zu versehen und sie so nur bestimmten Personen zugänglich zu machen.
Blogs bieten aber etwa bei Studien, in denen die Sozialkontakte oft nur sehr eingeschränkt sind, die Chance, soziale Kontakte in Form von Weblogs aufrechtzuerhalten. LeserInnen können Blogger zum Beispiel mit Hilfe von Fragen gewinnen.
Sowohl im Studium, als auch in der Arbeitswelt ist es von Vorteil, über eine Plattform mit den wichtigsten Ressourcen zu verfügen. All dies benötigt allerdings eine eigenständige Strukturierung und Kommentierung.
Im Großen und Ganzen können die Anforderungen an ein Journal auch auf Weblogs übertragen werden, wobei für Blogs vor allem die Sensibilisierung und die Querverbindungen besonders wichtig sind.
In den meisten Fällen werden Weblogs von einzelnen AutorInnen geführt, manchmal ist es aber auch eine offene oder geschlossene Gruppe, die diese Aufgabe innehat.
Gerade für Arbeitsgruppen sind Blogs ein geeignetes Kommunikationsmittel, da der Arbeitsprozess für alle Beteiligten nachvollziehbar ist und Änderungen schnell vorgenommen werden können. Nicht vergessen werden dürfen auch die rechtlichen Faktoren, etwa in Form des Urheberrechts.
Bei inhaltlichen Fehlern sollen Blogs nicht gelöscht werden, sondern der Verfasser muss den Fehler in einem neuen Eintrag aufklären.
Zur eigenen Sicherheit sollen im Blog so wenige persönliche Informationen wie möglich gegeben werden.
An sich gibt es zwei Möglichkeiten, einen Weblog zu führen. Gerade für Anfänger ist es leichter den Blog bei einem „Host“ einzurichten, Fortgeschrittene können auch einen opensource-Weblog auf einem eigenen Serverplatz einrichten.
Alles in allem sind Weblogs eine sehr gute Möglichkeit, um seine Gedanken und Erkenntnisse zu veröffentlichen und im Zuge dessen auch gleich Diskussionen anzuregen. Interesse und Freude am „Experiment des Bloggens“ führen dazu, dass man sich immer mehr mit dieser Art der Veröffentlichung auseinander setzt. Je mehr die Blogs vernetzt sind und je höher die Zahl der LeserInnen und der Kommentare, desto interessanter wird es für beide Seiten.
Auch wenn die Nutzung von Blogs im wissenschaftlichen Bereich noch in ihren Kinderschuhen steckt, so wird sich das im Laufe der Zeit bestimmt ändern, da Blogs Vorteile bieten, die etwa ein gedrucktes Werk nicht hat. So können Blogs relativ leicht und ohne Kosten (außer dem Entgelt für die Internetverbindung) betrieben werden, bieten Platz für Diskussionen und Kommentare und können ständig erweitert und durch neue Informationen ergänzt werden.

Verwendete Literatur: Gasteiner, Martin/Krameritsch, Jakob: Schreiben für das WWW: Bloggen und Hypertexten, in: Schmale, Wolfgang (Hg.): Schreib-Guide Geschichte, 2.Aufl., Wien 2006 (UTB), S. 243-271

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