Sonntag, 11. November 2007

Clio online - Fachportal für Geschichtswissenschaften

Wie der Titel bereits besagt ist Clio online ein wissenschaftliches Fachportal für die Geschichtswissenschaften und versucht laut eigener Aussage wissenschaftliche Information, Produktion und Rezeption zu verbinden. Gleichzeitig beinhaltet die Website eine Metasuchmaschine und moderierte Mailinglisten.
Insgesamt verfügt die Website über neun Hauptmenüpunkte. Diese sind Über Clio, Rezensionen, Web – Verzeichnis, Institutionen, Findmittel, Forscher/innen, Guides, Chancen und Fachdatenbanken.
Ebenfalls auf der Startseite findet man den Bereich Aktuelles, der in diesem Fall die Archive NRW in Metasuche, einen Fachkatalog zur Technikgeschichte, einen Artikel über das Urheberrecht und eine Umfrage über die Nutzung von Fachportalen enthält.
Außerdem werden die Links Mein Clio, Suchen, Web-Verzeichnis, Forscher/innen, Institutionen, Portale und Themen-Websites, Fachkommunikation, Publikationen, Chancen, Guides, die jeweils mit Unterpunkten versehen sind aufgelistet.
Es besteht die Möglichkeit, sich auf der Seite einzuloggen und so zum Bereich Mein Clio zu gelangen. Ebenfalls auf der Startseite befindet sich der Nachrichtendienst, wo aktuelle, geschichtliche Themen behandelnde Nachrichten in einigen Sätzen zusammengefasst werden (mit Links zu den Volltexten).
Die Seite ist sowohl auf deutsch als auch auf englisch abrufbar.

Klickt man den Link Über Clio an, so findet man eine Vorstellung des Projektes, das 2001 konzipiert wurde und 2002 seine Arbeit aufnahm. Das Projekt wurde von 2002 bis 2007 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Außerdem werden die einzelnen Angebote der Seite, wie Kommunikation und Information, elektronische Veröffentlichungsformen (incl. Archivierung), die schon erwähnte Metasuchmaschine, sowie eine Suchmaschine für Rezensionen und Verzeichnisse zur Recherche über Webangebote, Institutionen und WissenschafterInnen gezeigt. Zudem gibt „Mein Clio“ die Möglichkeit zur Personalisierung und Verwaltung von Informationsdiensten.
In weiterer Folge werden die Partner des Projektes dargestellt, sowie der wissenschaftliche Beirat, wobei bei zwei Mitgliedern die URL nicht auffindbar war.
Bei den Publikationen erfährt man, dass das Projekt die Hybridzeitschrift „Historische Literatur“ und die Schriftenreihe „Historisches Forum“ herausgibt. Dazu kommen noch Hinweise zu Literatur über und vom Projekt.
In Redaktion und Impressum sind die genauen Kontaktadressen der Verantwortlichen inklusive Telefon- und Faxnummer, sowie der E-Mail Adresse angegeben, was es ermöglicht die Betreiber bei Bedarf jederzeit auf die verschiedensten Wege zu kontaktieren.
Schließlich werden Mediadaten über die Nutzung gegeben.
Der Punkt Hilfe ist sehr ausführlich gestaltet und er gibt Hilfestellungen zu fast allen möglichen die Seite und ihre Navigation betreffenden Fragen.
In der Sitemap erhält man einen Überblick über alle Seiten und Rubriken im Clio online Portal.
Zuletzt findet man im ersten Hauptteil noch die AGBs und die Ergebnisse einer Onlineumfrage, die 2005 mit der Intention mehr über die Nutzer der Website, sowie deren Nutzungsverhalten und –häufigkeit herauszufinden durchgeführt wurde. Dieser Punkt gibt durchaus interessante Informationen, etwa dass die meisten Nutzer Akademiker sind und im wissenschaftlichen Bereich arbeiten.

Bei den Rezensionen hat man mit einer Suchmaske verschiedene Möglichkeiten, die gewünschten Rezensionen zu finden. Eingegebene Begriffe führen sehr oft zum Erfolg und man erhält die Links zu den jeweiligen Rezensionen.
Insgesamt verfügt die Datenbank, die am 16. Oktober 2007 zuletzt aktualisiert wurde über 46.942 Rezensionen zu 39.191 Publikationen.

Das Web – Verzeichnis erklärt sich als „Verzeichnis über wissenschaftliche Angebote zur Geschichte im World Wide Web“. Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit, eigene Internetangebote zu melden, oder auf fremde Angebote hinzuweisen.
Auch dieser Bereich verfügt über eine eigene Suchmaske. Eine weitere Möglichkeit, das Gewünschte zu finden sind die Unterkategorien Bibliografien, Forschung, Institutionen, Kataloge, Materialien, Multimedia, Nachschlagewerke, Quellen, Portale und Publikationen.
Zusätzlich hat man die Option, sich nur die Aktuellen Einträge anzeigen zu lassen, was gerade bei häufiger Nutzung von Vorteil ist.

Auch die Institutionen beinhalten eine Suchmaske, die durch eine in Akademien, Archive, Behörden, Bibliotheken, Bildstellen, Denkmalpflege, Fachgesellschaften, Institute, Museen, Politische Bildung, Statistik, Universitäten, Verbände und Verlage unterteilte Übersicht noch ergänzt wird.
Die einzelnen Institutionen werden jeweils kurz erklärt (Adresse, Leitung, Organisation und ähnliches) und sind mit dem dazugehörigen Link verbunden.

Bei den Findmitteln erscheint ebenfalls eine Suchmaske, sowie eine in Epochen (vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte ab 1945) und Regionen (vom Alten Reich bis 1806 bis zur Bundesrepublik Deutschland ab 1990) gegliederte Übersicht. Zusätzlich scheint eine Auswahl aktueller Neueinträge auf.

Für die Forscher/innen steht ebenfalls eine Suchfunktion zur Verfügung oder man lässt sie sich alphabetisch auflisten. Bei den derzeit 1564 Forschern und Forscherinnen sind jeweils die Kontaktdaten angegeben, sowie deren Arbeit und Wissenschaftlicher Werdegang, wie auch ihre Publikationen, Forschungsinteressen und Arbeitsgebiete.

Die Guides vermitteln Basiswissen durch Überblicksartikel und wollen Hilfestellung geben. Dazu sind sie in drei Sorten, die übergreifenden, die regionalen und die thematischen Guides gegliedert.
Um sie kurz zu erklären, behandeln die übergreifenden Guides Themen wie Zugangsmöglichkeiten, die Online – Angebote, Archive und wissenschaftliches Publizieren, während die regionalen Guides in die Bereiche Frankreich, Großbritannien und Irland, Italien, Österreich, Osteuropa, Schweiz und USA unterteilt sind.
Die thematischen Guides gliedern sich in Moderne Stadtgeschichte, Online-Landschaften, Umweltgeschichte im Internet, Frauen-, Männer- und Geschlechtergeschichte, Technikgeschichte und Unternehmensgeschichte.

Auch für die Chancen gibt es eine Suchmaske und die Unterteilung in Aktuelle Stipendienangebote bei H-Soz-u-Kult, Aktuelle Stellenangebote bei H-Soz-u-Kult und Berufe für Historiker.
Dazu gibt es noch die vier Links Stellenbörsen, Praktikumsbörsen, Stipendien und Weiterbildung, die mit einer Suchmaske und einer Liste der Angebote, sowie deren Beschreibungen und Links ausgestattet sind.
Die Studiengangsdatenbank ermöglicht es, Studienangebote an insgesamt 335 deutschen Hochschulen an 166 Orten zu finden.

Die Fachdatenbanken bieten die Möglichkeit einer Metasuche, welche sowohl durch die Schnellsuche als auch mit Hilfe der Erweiterten Suche durchgeführt werden kann. Die gefundenen Treffer kann man zusammenführen und einen Merkzettel erstellen.

Insgesamt ist die Website von hervorragender Qualität und bietet eine derartige Fülle an Informationen und Materialien zu den verschiedensten Themen, dass es ein Fehler wäre, sich nicht näher mit ihr auseinander zu setzen.
Auf der einen Seite ist sie eine hervorragende Hilfe, wenn man etwa Rezensionen, Institutionen, Materialien, Quellen, Forscher/innen oder anderes sucht, andererseits bietet sie aber auch einen Raum, um einfach zu stöbern und Materialien zu allen möglichen Themen der Geschichtswissenschaft zu entdecken.
Romberg - 13. Nov, 07:27

Informativ, ausführlich

Da Prof. Schmale momentan in Paris weilt, übernehme ich heute die Kommentare. An der Ausführlichkeit Ihres Beitrages wird ersichtlich, dass Sie sich intensiv mit dem Fachportal auseinandergesetzt haben. Sie haben alle wichtigen Punkte kurz und informativ dargestellt. Abonnieren Sie sich den Newsletter über "Mein Clio". Damit bleiben Sie stets auf dem Laufenden, was in der scientific community vor sich geht.

Julianna - 13. Nov, 16:07

danke für den Tipp

Schmale - 14. Nov, 18:33

Schmale

Werden Sie, entsprechend Ihrem Fazit, in Zukunft diese Seite von Zeit zu Zeit ansteuern?

Julianna - 23. Nov, 14:30

Ja, ich denke schon. Gerade die Rezensionen sind wirklich brauchbar und auch das Web-Verzeichnis (hier hat es mir vor allem der Punkt Mulitmedia angetan).

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